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Mittwoch, 12.07.2006

Rudolstadt 2006 -Bericht zum Tanz & Folkfestival-


Tanz-und Folkfestival 2006 in Rudolstadt. Ja wo anfangen mit dem Erzählen. Am besten chronologisch... Ich denke jeder von den ca.65000 Besuchern wird seine eigene Rudolstadtgeschichte haben... zu vielfältig das Angebot, die über 20 Bühnen, die die verschiedensten Geschmäcker bedienten. Hier unsere, wie viele der Geschichten einmalige Erlebnisse darstellend.




Wir hatten schon mal einen imensen Vorteil in der Anfahrt, mit ca. 2h (trotz Staus und Baustellen) waren wir fix da, die Nummernschilder auf dem Zeltplatz, ob Hamburg oder Stuttgart ließ schlimmere Reisestrapazen erahnen.
H. und sein Sohn waren sogar mit dem Fahrrad von Adorf nach Rudolstadt gefahren, ca. 120km mit doch recht durchwachsenen Profil, ich sage nur "Hut ab"!
Zeltaufbau dann im Regen, bloß gut das Mrs.K. und ich den Zeltaufbau mit dem neuen schon mal geübt hatten. Nachdem alle eingetroffen waren, ging es in den Heinepark, hier machte 21.00Uhr die britische Band Bellowhead Station. Wie beschreiben... Englischer Folk mit Country, Rock und karibischen Sound gemixt, dazu eine Bläsergruppe, fertig ist die Band. Hörte sich ganz gut an, auch wenn die Müdlinge dann gegen 23.00 Uhr zum Generalangriff ansetzten. Bevor wir im freien Feld geschlagen wurden, zogen wir uns dann lieber ins sichere Lager, sprich Zeltplatz zurück. Dort dann "ich guck mal in die Flasche wie spät das ist" und gegen 0.30 war dann Feierabend (da habe ich jedenfalls das letzte Foto geknipst).


Die grosse Frühstückstrommel schlug dann gegen 9.30 Uhr, so ein Futtern im Zelt hat was, besonders für den Nachwuchs. Positive Nachricht des Tages: "Es war nur leichter Regen vorhergesagt..." Danach ging es dann in die Innnenstadt... überall Straßenmusikanten, einfach genial. Viele Gruppen die irgendwann irgendwo ihren Auftritt haben spielen auch mal so zwischendurch... Rudolstadt eben. Hier treten aber auch traditionelle Tanzgruppen, wie das Thüringer Folkloretanzensemble Rudolstadt und das Norske Dansare aus Oslo auf.
Vielfältig bunt, ob nun der Zirkus Amalgam, hier am Nachmittag auf der Straße ein Auftritt wo kein Auge trocken blieb, grandios dieses Reagieren auf äußere Ereignisse wie das Vorbeifliegen eines Flugzeuges, wo dann eine Fernsteuerung simuliert wird oder die "Unterhaltung" mit einem krabbelnden Kleinkind auf gleicher Augenhöhe.
Nach dem Treiben lassen in der Menge ging es dann am Nachmittag wieder zurück in den Heinepark zum Kinderfest, welches dieses Jahr unter dem Motto "Djarma-U-Trä Jahrmarkt unserer Träume" stand. Das Piratenschiff begeisterte die Kids ebenso wie der Hexenkessel, ein Riesenzuber zum planschen. Unzählige Stände, die Kinder konnten schmieden lernen, beim Seiler sich einen Strick drehen, basteln, filzen, malen... vieles zum Thema Träume und träumen ob Traumfänger oder Traumdrachen. Nach einer Erholungspause auf dem Zeltplatz zogen wir dann abends hoch zur Heidecksburg. Hier erlebten wir erst den Auftritt des Preisträgers des diesjährigen Folkorepreises "Globale RUTH" Rüdiger Oppermann und Karawane und danach dann Konstantin Wecker, dem für sein Wirken und insbesondere dem "Bagdad-Kabul-Projekt" die deutsche RUTH verliehen wurde. Wecker nimmt kein Blatt vor dem Mund, begleitet den neolibaralen Globalisierungsprozeß kritisch, "...Zur Hölle mit ihnen, die da Milliarden Gewinne scheffeln und Leute auf die Straße setzen, die da Kriege anzetteln um angeblich Frieden zu schaffen..." und tritt aktiv gegen neonazistische und rassistische Tendenzen in der Gesellschaft auf, sein fortgeschriebenes Lied vomn "Willy" jagt Gänsehaut über den Rücken.
Für die Kinder wurde es dann aber auch Zeit und nur noch G. und ich kamen in den Genuß von Suzanne Vega. Wundervolle Songs und Balladen verbinden bei ihr Folk und Pop miteinander. Die Pause bis zu ihrem Auftritt auf der Burgbühne nutzen wir zu einem Abstecher auf dem Neumarkt. Hier spielten die Les Boukakes auf, eine französisch-internationale Band die mit orientalisch angehauchten Rock der 80er die Tanzbeine zappeln ließ. Auf dem Heimweg dann machten wir dann noch im Heinepark Zwischenstopp. Jimmi Cliff, die letzte lebende Raggae-Legende neben Peter Tosh und Bob Marley, zog uns in seinen Bann und so war es auch morgens um 3.00Uhr als wir totmüde in den Schlafsack krochen.
Um am nächsten Morgen unter dem kindlichen Weckruf: "Aufgewacht-Die Sonne lacht" den neuen Tag zu begrüßen. Diesmal Frühstück im freien, weil die Sonne wirklich lachte. Dann Zeltabbau und alles rein ins Auto um anschließend nochmal zu einem letzten Rundgang durch die Stadt zu ziehen. Im Heinepark spielte die ungarische Band Agostones mit Dudelsack, diversen Saxophonen, Hackbrett usw. auf, nach einem Abstecher zum Kinderfest ging es in die Innenstadt, ein Bad im Springbrunnen und so gegen 15.30 Uhr dann Abfahrt in Richtung Heimat. Ein wundervolles aber auch anstrengendes Wochenende ist damit Geschichte, verbunden mit dem festen Willen nächstes Jahr wieder zu fahren.

Kommentare

Hallo Mr. D :)

danke dir für den schönen Bilder-Mix, der die Stimmung ebenso gut wiedergibt, wie dein Bericht. Suzanne Vega hätt ich sehr gern auch gesehen ;) ja - das sind die Erlebnisse, die einem immer in guter Erinnerung bleiben.

Und ein Bad im Springbrunnen - das wär's jetzt - wir kochen hier bald, und ich lass jetzt auch alles fallen und fahr heim.

Einen schönen Abend dir und liebe Grüsse :)

Ocean

@ocean ich habe mal einen Kommentar glöscht, ist mir beim Kommi schreiben auch schon passiert, dass sie nicht gleich angezeigt werden und bei nochmaligen Abschicken dann 2x da sind.
Wenn bei Anzahl der Kommentare unterm beitrag die Zahl grösser ist als die wirklich angezeigten Kommis einfach ein paar mal drücken...


LG Mr.D.

Guten Morgen :) :)

gerade wollte ich meinen Kommentar nochmal schicken - und mich auch noch für deinen Hinweis wegen dem Verlinken bedanken -

wie schön, daß es doch geklappt hat.

Liebe Grüsse und einen schönen Tag wünscht dir
Ocean :)

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